Veganz transformiert den Markt für vegane Lebensmittel in Europa. Doch hinter der Erfolgsgeschichte steckt eine turbulente Vergangenheit. Veganz CFO Mario Knappe verrät,  wie aus den Supermärkten ein europäischer Markenartikelhersteller wurde , warum es im Handel auf Geschwindigkeit ankommt und wie die Berliner wachsen können (in 2019 um 40%) und trotzdem ihren Cashflow sichern.

Mission von Veganz

Veganz möchte Menschen den Zugang zu veganer Ernährung ermöglichen. Dazu bietet das Unternehmen echte Alternativen zu tierischen Produkten und entwickelt neue, vegane Produkte für den Handel.

Facts

Industrie: Lebensmittel, Markenhersteller
Gründung: 2011
Gesellschaftsform: AG
Mitarbeiter: 190
VAI-Kunde: Seit 2019
Location: Deutschland, Berlin
Gründer: Jan Bredack

So optimiert Veganz den Cashflow für 40% Umsatzwachstum in 2019

Die Veganz-Story

Das Unternehmen VEGANZ, wurde 2011 von dem ehemaligen Daimler Manager Jan Bredack gegründet. Sein Ziel war es, den ersten europäischen, vollständig, veganen Supermarkt zu eröffnen. Jan Bredack betrat mit Veganz einen der umkämpftesten Märkte in Europa, den Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Das Geschäft ist geprägt von kleinen Margen. Produzenten müssen ihre Waren oft vorfinanzieren und stehen auf den Verkaufsflächen in direkter Konkurrenz zu hunderten Wettbewerbern. Doch die neue, radikale Idee setzte sich durch. Die erste Veganz-Filiale eröffnete 2011 im Berliner Bezirk Friedrichshain ihre Türen und … die Menschen standen Schlange. Getragen von diesem Erfolg expandierte Veganz in sieben weitere europäische Städte. Doch der Erfolg war nicht von Dauer. Ein Großteil der  Supermärkte und Drogerien erkannten den Hype um die veganen Lebensmittel und erweiterten ihr Sortiment. Plötzlich hatte der vegane Supermarkt ernst zu nehmende Konkurrenz.Die führte zu einem drastischen Rückgang der Umsätze und entwickelte sich zu einem Verlustgeschäft. Im Jahr 2017 stellte die Veganz Retail GmbH, zu denen acht Supermärkte gehörten, einen Insolvenzantrag. Heute betreibt das Unternehmen nur noch einen Supermarkt in Berlin der wie ein "Verkaufslabor" fungiert.

„Ziel von Veganz ist es möglichst vielen Menschen den Zugang zu veganer Ernährung zu vereinfachen“ – Moritz Möller, CMO Veganz

Pivot - vom Supermarkt zum Markenartikelhersteller

Das Unternehmen vollzog einen Pivot: aus dem Händler und Supermarktbetreiber wurde ein Markenartikelhersteller mit dem starken Fokus auf Markenbildung. Seither entwickelt, verkauft und vertreibt Veganz vegane Produkte unter dem eigenen Markennamen. Die Produktpalette umfasst derzeit 150 Artikel und erstreckt sich von der veganen Tiefkühlpizza bis zum Schokoriegel ohne tierische Inhaltsstoffe.

Veganz Herausforderungen

Mit der Neuausrichtung steht Veganz auch vor neuen Herausforderungen. Das Unternehmen möchte seine Position als größter Markenartikelhersteller für vegane Produkte in Europa festigen und ausbauen.

  1. Vertrauensvolle und enge Beziehungen zu neuen Handelspartnern und Lieferanten aufbauen
  2. Cleveres Cash Flow Management für Produkteinführung in den Supermärkten Aldi, Lidl und Rewe

Geschwindigkeit ist im LEH oberstes Gebot“  – Mario Knappe, CFO Veganz

Veganz, der Lieferant und VAI

Veganz gibt seinen Kunden ein hohes Markenversprechen. Die Produkte sind umweltschonend produziert und werben damit, gesund zu sein. Damit bringt sich das Unternehmen in einer herausfordernde Lage. Die Qualität der eigenen Produkte muss die hohen Unternehmensstandards erfüllen. Gleichzeitig muss das Unternehemn aber auch in der Lage bleiben, einen Massenmarkt in hoher Geschwindigkeit zu bedienen. In so einer Situation ist der richtige Lieferant eine Grundvoraussetzung für den unternehmerischen Erfolg. Der Markt für vegane Lebensmittel wächst. Trotzdem gibt es nur eine überschaubare Anzahl an Lieferanten, die Rohstoffe in der benötigten Qualität und Geschwindigkeit liefern können. Veganz musste verschiedene Produzenten kennenlernen, ausprobieren und auch Lieferanten wechseln.

Ein Lieferant, der alle erforderlichen Kriterien erfüllt, ist wie Goldstaub zu behandeln. Hinzu kommt, dass der Beginn einer Geschäftsbeziehung dem einer Liebesbeziehung gleicht: Sie ist anfangs fragil wie Porzellan. Sie will gefestigt werden und ist behaftet mit Hoffnungen und Erwartungen.

Nichts sagt so schön “danke” wie eine schnelle Warenfinanzierung

Lieferant und Kunde müssen sich beschnuppern und lernen einander zu vertrauen. Vertrauen in die Geschäftsbeziehung bauen Unternehmen mit Lieferanten am besten damit auf, indem sie die eigenen Verbindlichkeiten überpünktlich begleichen. Veganz nutzt diesen Moment für sich, mit dem Angebot von VAI. Innerhalb von nur zwei Werktagen werden die Rechnungen des Lieferanten in voller Höhe beglichen. Produktion und Lieferung können schneller beginnen und Händler wie Aldi, LIDL und dm können mit den Produkten bestückt werden. Der Lieferant wiederum weiß dies zu schätzen und wird sich zu einem verlässlichen Partner entwickeln.

Cash Flow: Optimieren-Optimieren-Optimieren

Vor der Herausforderung den Cash Flow zu optimieren, stehen die meisten Unternehmen. Erst recht, wenn sie sich im Wachstum befinden. Bei Veganz waren es 40% Umsatzwachstum im Jahr 2019. Nachdem das Unternehmen von der Strategie, eine eigene Supermarktkette aufzubauen, abgekommen war, baute es neue Vertriebskanäle auf. Eine der strategischen Maßnahmen ist es, mit den großen Lebensmitteleinzelhandelsketten wie Lidl, Aldi, REWE und dm zu kooperieren.

Mit der klaren Strategie “Vegane Produkte für alle” überzeugte das Team die Supermärkte. In prominent platzierten POS-Displays stehen die veganen Markenartikel jetzt zum Verkauf. Mit einer TV-Kampagne wurde der Abverkauf zusätzlich angekurbelt und weiter in den Markenaufbau investiert. Dies war der erste Schritt Denn wer sein Listing bei einem der Handelsriesen behalten möchte, muss in der Lage sein die beträchtlichen Nachbestellungen der Supermarktketten zu bedienen.

VEGANZ Display bei REWE

Das bedeutet für Veganz: Bei der Produktion in Vorleistung gehen. Gleichzeitig müssen die Berliner in der Lage bleiben, ausreichend Cash für z. B. Marketing und Produktentwicklung bereitzuhalten. Ein gesunder Cash Flow und ein smarter Finanzierungsmix sind jetzt essentiell für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen.

Cashflow optimieren

Für die Finanzabteilung und den CFO von Veganz begann damit ein neues Kapitel. Anfangs wollten sie die Folgebestellungen mit herkömmlichen Finanzinstituten stemmen. Deren Entscheidungsprozesse zeigten sich als bürokratisch und passen nicht zur agilen Wachstumsstrategie. Das führte dazu, dass eine fristgerechte Produktion und Lieferung nicht möglich gewesen wäre. Das Geschäft von Veganz mit den Discountern drohte zu scheitern.

Eine Lösung fand das Unternehmen in dem Angebot von VAI. Mit VAI konnte Veganz komplett digital starten, sich binnen weniger Minuten registrieren und eine Einkaufsfinanzierung freischalten. Binnen weniger Stunden wurde die Rechnungen des Lieferanten vollständig bezahlt und die Produktion der veganen Snacks konnte beginnen. Win-Win für alle: Der Lieferant bekommt schneller sein Geld, der Handel den Nachschub und Veganz verlängert sein Zahlungsziel und kann die freie Liquidität in das Marketing investieren.  

Passender Finanzierungsmix im Wachstum

Für Veganz ist VAI ein intelligenter und schneller Baustein im  Finanzierungsmix. Rund 20 % der Wareneinkäufe bildet Veganz mit dem Angebot von VAI ab. Im Jahr 2019 wächst der Umsatz von VEGANZ um 40 %. Ein Teil des Unternehmenserfolges liegt im bedachten Einsatz der liquiden Mittel. Das Unternehmen stößt in weitere europäische Märkte vor und erschließt neue Kunden.

Jetzt bei VAI anmelden

Mehr finanzielle Freiheit für Wachstum. Heute anmelden und bereits morgen Ihre erste Lieferantenrechnung bezahlen.

Jetzt Finanzierung anfragen