Der Markt ist heute sehr schnell. Wer als Klein- oder Mittelständischen Unternehmen mitspielen will, der muss sich dieser Geschwindigkeit anpassen. Sonst werden Sie von der Konkurrenz überholt. Doch in vielen Bereichen ist die Finanzierung neuer Vorhaben eine langwierige Angelegenheit. Die herkömmlichen Banken können nicht so flexibel reagieren wie ein Fintech. Die Einkaufsfinanzierung ist eines dieser neuen Modelle, das eine Alternative zum klassischen Kredit bietet. Ihre Pläne für neue Projekte müssen nicht an Bürokratie und langsamen Prozessen scheitern - es gibt mittlerweile Finanzierungsmöglichkeiten, die Sie nicht ausbremsen, sondern fördern. Aber wieviel kostet das? Wie kann der Weg hin zu dieser neuen Form der digitalen Unternehmensförderung aussehen? Im folgenden Artikel finden Sie alle Antworten rund um das Was, Wozu und Wie der Einkaufsfinanzierung:

Was ist Einkaufsfinanzierung?

Mit der Einkaufsfinanzierung können Sie Ihre Zahlungsziele verlängern. Sie erhöht Ihren finanziellen Spielraum und macht so eine unkomplizierte Bezahlung Ihrer Waren- oder Materialeinkäufe möglich. Anders als ein klassischer Kredit kann die Einkaufsfinanzierung, auch Finetrading genannt, vor allem schnell reagieren. Die Rechnung bei Ihren Lieferanten wird sofort bezahlt - Sie begleichen diese dann innerhalb des vereinbarten Zeitraums beim Einkaufsfinanzierer. Da der Einkaufsfinanzierer rechtlich gesehen als Zwischenhändler auftritt, handelt es sich beim Finetrading nicht um einen Kredit, sondern um ein Handelsgeschäft.

Einkaufsfinanzierung - Ein Geschäft zwischen Lieferant, Kunde und Einkaufsfinanzierer

Was kostet Einkaufsfinanzierung?

Die Kosten einer Einkaufsfinanzierung unterscheiden sich je nach Anbieter. Die Höhe des Entgelts hängt von der Finanzierungshöhe, dem Zahlungsziel, der Bonität und dem Tilgungsplan ab - flexible Tilgungspläne sind teurer.

Bei der Einkaufsfinanzierung von VAI wird stets eine Transaktionsgebühr von 2% erhoben. Diese verrechnen wir mit Ihrem Lieferantenskonto. Das heißt, wenn Ihr Skonto höher ausfällt, geben wir die Differenz vollständig an Sie weiter. Wenn Ihr Skonto niedriger ausfällt, stellen wir die Differenz in Rechnung. Ab einer Zahlungszielverlängerung von 30 Tagen berechnen wir zusätzlich ein geringes Service-Entgelt, das unter anderem von Ihrer Bonität und dem von Ihnen gewünschten Zahlungsziel abhängt. Im Durchschnitt beträgt das monatlich etwa 1% des Einkaufsvolumens. Damit sind die Kosten deutlich geringer als bei anderen Finanzierungsformen.

Einkaufsfinanzierung: Ein Kostenbeispiel

Die konkreten Kosten einer Einkaufsfinanzierung sollen an folgender Beispielrechnung eines Finanzierungsrahmens von VAI veranschaulicht werden. Die tatsächlichen Zahlen sind abhängig von Ihrer Bonität und der gewünschten Laufzeit. Hier kommen Sie direkt zum Kostenrechner.

Die Kosten für eine eingereichte Rechnung setzen sich aus zwei Bausteinen zusammen:

  1. fixes Transaktions-Entgelt: 2 %
  2. variables Laufzeit-Entgelt: 0,2 - 0,7 % (bonitätsabhängiger Aufschlag für Laufzeiten > 30 Tage)

Ein konkretes Beispiel: Sie bekommen 4 % Skonto von Ihrem Lieferanten, bestellen für 50.000 € Ware und möchten innerhalb von 180 Tage zahlen.

  1. Transaktions-Entgelt: 2 % . Diese ziehen wir aus dem Skonto Ihres Lieferanten (1.000 €).
  2. Den Skonto von 4 % (2.000 €) erhalten Sie als Gutschrift. Dieser wird mit den Gesamtkosten verrechnet. Im Beispiel verbleiben 2% (1.000 €) als Gutschrift.
  3. Das Laufzeit-Entgelt berechnet sich nach Ihrem gewählten Zahlungsziel: Wir gehen im Beispiel von 0,7 % je zusätzlicher 30 Tage aus. Bei 6 Monaten sind das 3,5 % (0,7 % * 5).
  4. Insgesamt kommen bei diesem Beispiel im Durchschnitt 1,5 % als Gesamtkosten für die 6 Monate heraus, d. h. 750 €

Erhalten Sie von Ihrem Lieferanten also ein Skonto von 4 %, so werden die Transaktions-Entgelte durch das Skonto gedeckt. Die verbleibenden 2 % geben wir direkt an Sie als Gutschrift weiter. Sie profitieren also direkt von höheren Skonti bei Ihren Lieferanten.

Für wen eignet sich Einkaufsfinanzierung?

Die Einkaufsfinanzierung eignet sich für alle Unternehmen und Gewerbetreibenden, die Waren oder Materialien einkaufen möchten. Das sind in der Regel sämtliche Kapital- und Personengesellschaften sowie Einzelunternehmer.

Von Einkaufsfinanzierung profitieren hauptsächlich kleine und mittelständische Unternehmen. Gerade hier fehlt für größere Wareneinkäufe gelegentlich die Liquidität. Da zum Beispiel bei der VAI Einkaufsfinanzierung das Mindest-Einkaufsvolumen gerade mal 250 Euro beträgt, ist diese Finanzierungsform auch für kleine Unternehmen gut geeignet.

Für folgende Szenarien eignet sich Einkaufsfinanzierung besonders gut:

Auftragsarbeit

Ihre Kunden zahlen erst, wenn der Auftrag abgeschlossen ist. Damit sie etwas herstellen können, brauchen Sie aber bereits Geld. So kann die Einkaufsfinanzierung in diesem Fall z.B. einspringen, wenn Sie als Schneider hochwertige Ballkleider anfertigen. Ein kurzfristiger finanzieller Engpass kann überbrückt werden und Sie bezahlen den Einkaufsfinanzierer, sobald Sie das Geld von Ihrer Kundin erhalten haben.

Meist stellt der Schneider den Auftrag innerhalb weniger Wochen fertig, erhält das Geld von der Kundin und kann damit sofort die Rechnung beim Einkaufsfinanzierer zahlen. Schafft er das innerhalb von 30 Tagen, wird ihm bei der Einkaufsfinanzierung von VAI lediglich eine mit dem Skonto verrechnete Grundgebühr berechnet - zusätzliches Service-Entgelt fällt nämlich erst ab 30 Tagen an. Je nach Höhe des Skontos hat der Schneider damit geringe bis gar keine Mehrkosten oder macht sogar Gewinn. Denn VAI geht immer von einem Skonto von 2% aus und gibt bei höheren Skonti die Differenz an den Kunden weiter.

OpenHandwerk Geschäftsführer Martin Urbanek war im KALKULATOR Podcast von zu Gast. Darin gibt er einen Einblick in die (digitale) Zukunft der Handwerksarbeit und zeigt auf wie durch Einbindung weiterer Partner neue Mehrwerte für Handwerker geschaffen werden. Die Cloud schafft neue Freiheiten z. B. Homeoffice. Gleichzeitig können einfacher Partnerschaften gestartet werden. So geschehen mit VAI, die das Problem knapper Liquidität beim Materialeinkauf lösen.

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Wachstumschancen

Eigentlich ist es das beste, was Ihnen passieren kann: Plötzlich läuft Ihr Geschäft richtig gut. Die Nachfrage ist hoch und Sie brauchen entsprechend mehr Waren von Ihrem Lieferanten. In dieser Wachstumsphase fehlen oft die finanziellen Mittel zur Vorfinanzierung der Waren. Die Vorfinanzierung ist zu teuer und ein Dispo-Kredit langwierig und mit viel Papierkram verbunden. Außerdem setzen die meisten Banken dafür mehrere Jahre Geschäftstätigkeit voraus. Hier sorgt die Wachstumsfinanzierung dafür, dass Sie Ihren Erfolg genießen können und weiter der großen Nachfrage gerecht werden. Bei VAI müssen Sie in der Regel nur maximal 48 Stunden Vorlaufzeit einkalkulieren. Oft geht es sogar deutlich schneller. Zudem unterstützen wir auch junge Unternehmen, bereits ab sechs Monaten Geschäftstätigkeit.

Wie SNOCKS nach einem holprigen Start mit vielen finanziellen Engpässen zu einer erfolgreichen Marke wurde, hat Felix Bauer, Mitgründer des Unternehmens im Podcast KALKULATOR. Außerdem verrät uns der Unternehmer, wie seine Firma mithilfe eines professionellen Cashflow-Managements inzwischen einen Millionenumsatz verzeichnet.

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Saisongeschäft

Nicht ganz so unerwartet, aber ein ähnliches Szenario ist das Saisongeschäft. Beispiel Bademode: Wenn die Sonne scheint und der Sommer vor der Tür steht, boomt das Geschäft mit Badehosen, Bikinis und Co. Auch das ist eine großartige Chance darauf, den Umsatz zu steigern. Das soll nicht an mangelndem Kapital zur Materialbeschaffung scheitern. Einkaufsfinanzierung bietet eine elegante Möglichkeit zur Überbrückung: Beispielsweise kann der Vertreiber von Bademode durch eine Einkaufsfinanzierung sein Zahlungsziel um bis zu sechs Monate verlängern. So kann er das Saisongeschäft optimal ausnutzen - und begleicht die Rechnung beim Einkaufsfinanzierer direkt mit den erzielten Einkünften.

Für wen eignet sich Einkaufsfinanzierung nicht?

Da Einkaufsfinanzierung ausschließlich für physische Güter eingesetzt wird, ist sie ungeeignet für Unternehmen, die Dienstleistungen anbieten oder digitale Produkte wie zum Beispiel Software herstellen. Aber auch bei physischen Waren gibt es Ausnahmen, die nicht von Einkaufsfinanzierung unterstützt werden.

Chemikalien, Waffen und verderbliche Lebensmittel

Bei einer Einkaufsfinanzierung wird die Rechnung zunächst auf den Einkaufsfinanzierer ausgestellt. Dieser ist damit vorübergehend rechtlicher Eigentümer der Ware. Deshalb sind jegliche Waren mit Lizenzanforderung ausgeschlossen - dazu gehören Waffen und spezielle Chemikalien. Ein weiterer Ausnahmefall sind verderbliche Lebensmittel. Da die Laufzeit mehrere Wochen und Monate betragen kann, würden die Lebensmittel in Zeit verderben, in der der Einkaufsfinanzierer rechtlicher Eigentümer der Ware ist.

Sehr große Einkäufe

Auch für große Unternehmen, die sehr große Lieferungen finanzieren möchten, ist eine Einkaufsfinanzierung ungeeignet. Bei VAI beträgt das maximale Finanzierungsvolumen derzeit 150.000 Euro. Für große Unternehmen mit zwei- oder dreistelligen Millionenumsätzen lohnen sich spezielle Supply-Chain-Finance Angebote der Banken.

Was sind die Vorteile von Einkaufsfinanzierung?

Chance auf Unternehmenswachstum

Mit Einkaufsfinanzierung erhalten Sie Ihre Waren schneller, können direkt mit dem Verkauf beginnen und so Ihren Umsatz steigern.

Mehr finanzielle Flexibilität

Sie können die freien finanziellen Mittel für andere Investitionen nutzen. Zum Beispiel für Marketing und Vertriebsinitiativen.

Optimierte Kreditwürdigkeit

Wenn Sie Einkaufsfinanzierung statt eines Kredits bei Ihrer Hausbank verwenden, erhalten Sie dort Ihre Kreditwürdigkeit, falls Sie einen Bankkredit zu einem späteren Zeitpunkt für etwas anderes brauchen. Da Einkaufsfinanzierung von Banken unabhängig ist, können Sie auch zusätzlich zu einem Bankkredit einen Finetrader einschalten.

Kurze Vorlaufzeit

Während Banken oft eine lange Vorlaufzeit voraussetzen, bekommen Sie bei einer Einkaufsfinanzierung bereits innerhalb von wenigen Stunden einen Finanzierungsrahmen.

Einfacher Abwicklung

Gerade bei digitaler Einkaufsfinanzierung wie VAI sparen Sie sich lästigen Papierkram. Digital eingerichtet. Digital verwaltet.

Flexibles Rückzahlungsziel

Sie können die Rechnung beim Einkaufsfinanzierer innerhalb eines frei gewählten Zeitraums begleichen. Typisch sind 30 bis 120 Tage.

Geringe Kosten

Einkaufsfinanzierung ist meist sehr viel günstiger als andere Finanzierungsmodelle. Bei VAI wird Ihre Grundgebühr mit dem Lieferantenskonto verrechnet, was Ihre Kosten zusätzlich senkt. Zudem gibt es keine Antragsgebühr und keine laufenden Kosten.

Für junge Unternehmen geeignet

Während Banken oft mehrere Jahre Geschäftstätigkeit voraussetzen, um einen Kredit zu vergeben, reichen bei Einkaufsfinanzierern wie VAI bereits sechs Monate.

Bessere Lieferantenbeziehung

Da der Einkaufsfinanzierer Ihren Lieferanten sofort bezahlt, hat Ihr Lieferant kein Ausfallrisiko und profitiert selbst von einer verbesserter Liquidität - eine Win-Win-Situation.

Welche Vorteile hat die VAI Einkaufsfinanzierung im Vergleich zu anderen Anbietern?

Die verschiedenen Anbieter von Einkaufsfinanzierung unterscheiden sich stark. Diese Vorteile bietet VAI gegenüber anderen:

Weltweit zum besten Wechselkurs zahlen

Sie erhalten Wechselkurse auf Interbankenniveau. Mit unseren Premiumpartnerschaften bei Transferwise und Ibanfirst sparen Sie gegenüber Ihrer Hausbank bei jeder Auslandszahlung.

Bis zu 150.000 Euro für den Wareinkauf

Digital in 5 Minuten eingerichtet. Jederzeit verfügbar.

Keine laufenden Kosten

Es gibt keinen Jahresbeitrag und auch keinen Mindestumsatz. Sie bezahlen erst, wenn Sie eine Rechnung finanzieren. Einen Kostenrechner finden Sie direkt auf der Hauptseite von VAI

Bis zu 180 Tage Zahlungszielverlängerung

180 Tage Zeit, Ihre Rechnung zu begleichen. Sie entscheiden für jede einzelne Rechnung in wie vielen monatlichen Raten Sie zahlen möchten.

Weltweite Vorkasse

Wir vertrauen Ihnen und Ihren Lieferanten – auch wenn diese ihr Geschäft im Ausland haben. Deshalb zahlen wir Lieferungen weltweit, gerne auch per Vorkasse.

VAI Einkaufsfinanzierung: Schritt für Schritt erklärt

Wenn Sie sich für die Einkaufsfinanzierung entschieden haben, sind das Ihre ersten Schritte:

  1. Kostenlos anmelden: Einkaufsvolumen auswählen, Firmendaten eingeben, fertig.
  2. Wachstum analysieren: Verbinden Sie im Benutzerkonto Ihr Bankkonto und laden Sie optional Ihre aktuelle BWA und SuSa und hoch. Bei Einkaufsvolumen bis 10.000 € reicht die automatische Analyse Ihres Geschäftskontos. Dabei werden die Transaktionen der letzten 90Tage einmalig analysiert.
  3. Angebot in spätestens 48 Stunden: Ihre Einkaufslinie wird automatisch ermittelt. Sie erhalten oft innerhalb weniger Minuten eine Zu- oder Absage. Spätestens jedoch innerhalb von 48 Stunden.
  4. Erste Rechnung finanzieren: Preis, Lieferbedingungen und Skonto sind mit Ihrem Lieferanten geklärt? Die Rechnung ist auf unseren Namen (VAI Trade GmbH) ausgestellt? Dann können Sie mit wenigen Klicks Ihre erste Rechnung online einreichen. Dabei wählen Sie Ihr gewünschtes Zahlungsziel für diese Rechnung aus. Je nach Angebot beträgt der maximale Rückzahlungszeitraum 180 Tage.
  5. Waren erhalten: Wir bestätigen Ihren Auftrag innerhalb weniger Stunden. VAI bezahlt Ihren Lieferanten. Die Ware wird, wie gewohnt, an Ihre Lieferadresse versendet. Sobald Sie uns online bestätigen, dass mit den Waren alles in Ordnung ist, erhalten Sie von uns die ordentliche Rechnung zu Ihrem Auftrag für Ihre Buchhaltung.
  6. Raten zurückzahlen: Die vereinbarten monatlichen Raten werden von uns automatisch per Lastschrift bequem von Ihrem Konto abgebucht.

Sonderfall: Vorkasse

Sollten wir Ihren Lieferanten per Vorkasse bezahlen, gibt es eine minimale Änderung. In diesem Fall beginnt die Laufzeit Ihrer Einkaufsfinanzierung in dem Moment, in dem wir Ihren Auftrag bestätigen.

Überblick: Einkaufsfinanzierung im Vergleich mit anderen Finanzierungsmodellen

Was unterscheidet Einkaufsfinanzierung von Factoring?

Oft wird Einkaufsfinanzierung mit Factoring verwechselt. Tatsächlich handelt es sich auch bei Factoring um ein Kreditsubstitut. Allerdings funktioniert Factoring genau umgekehrt wie Einkaufsfinanzierung.

Beim Factoring verkauft das Unternehmen seine Forderungen - zum Beispiel eine Lieferantenrechnungen - an ein Factoring-Unternehmen. Das Unternehmen erhält gegen einen prozentualen Abschlag sofort das Geld aus der Forderung und kann es anderweitig verwenden. Das Factoring-Unternehmen übernimmt das Ausfallrisiko und verdient am Abschlag. Was Factoring von Einkaufsfinanzierung unterscheidet, ist vor allem, dass beim Factoring die Forderung bereits besteht.

Für wen eignet sich Factoring?

Während Einkaufsfinanzierung sich ausschließlich für Vertreiber von physischen Gütern eignet, können beim Factoring Forderungen aller Art an den Factorer verkauft werden. Factorer übernehmen zum Beispiel auch Rechnungen von Dienstleistungen. Für die Finanzierung von Waren ist Einkaufsfinanzierung aber eindeutig die geeignetere Variante. Denn in diesem Fall kann der Lieferant sich direkt auf die Zahlung verlassen. Außerdem übernehmen manche Einkaufsfinanzierer auch Lieferantenrechnungen weltweit.

Was unterscheidet Einkaufsfinanzierung vom Reverse Factoring?

Beim Reverse Factoring handelt es sich wie der Name schon verrät um “umgekehrtes” Factoring - der Factorer bezahlt Forderungen seines Kunden im Voraus. Das ist also prinzipiell das Gleiche wie Einkaufsfinanzierung und wird auch oft damit gleichgesetzt. Allerdings gibt es - je nach Anbieter - doch ein paar Unterschiede. So braucht es für Reverse Factoring meist eine längere Vorlaufzeit, da jeder Lieferant einer Bonitätsprüfung unterzogen werden muss. Dafür sind hier auch größere Einkaufsvolumen möglich. Im Gegensatz zur Einkaufsfinanzierung gilt Reverse Factoring zudem als Bankgeschäft, unterliegt dem Kreditgeschäftsregelwerk und ist somit BaFin-pflichtig.

Was unterscheidet Einkaufsfinanzierung von einem Dispositionskredit?

Der Dispositionskredit, auch Kontokorrentkredit genannt, ist eine klassische Lösung, mehr finanzielle Flexibilität zu erlangen. Damit bekommen Sie von Ihrer Bank die Möglichkeit, Ihr Konto für laufenden Zahlungen bis zu einem gewissen Betrag zu überziehen.

Die Zinsen können je nach Kreditinstitut allerdings bis zu 15% jährlich betragen, womit ein Dispositionskredit verhältnismäßig teuer ist. Außerdem wird dieser als Fremdkapital beziehungsweise als Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditinstitut bilanziert. Das senkt Ihre Bonität wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal einen Kredit von Ihrer Bank brauchen. Einkaufsfinanzierung funktioniert dagegen komplett unabhängig von Banken und ist demnach eine tolle Möglichkeit, die Beziehung zu Ihrer Bank zu schonen.

Welche Voraussetzungen gibt es und welche Dokumente benötigen Sie?

Unser Anspruch: Start in 5 Klicks statt in 5 Meetings. Wir realisieren diesen Anspruch durch weitgehende Automatisierung der Entscheidung. Für Sie bedeutet das mehr Bequemlichkeit. So können Sie z. B. Ihre Kontoauszüge einfach elektronisch über unsere TÜV-zertifizierte PSD2 Schnittstelle übertragen.

Voraussetzungen

  • Mindestens 6 Monate Geschäftstätigkeit
  • Angemeldeter Firmensitz in Deutschland
  • Ihr Unternehmen kauft physische Waren oder Materialien ein

Benötigte Dokumente

Diese Datenpunkte berücksichtigen wir u. a. bei der Bewertung Ihres Unternehmens

  • aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
  • inklusive Ihrer Summen- und Saldenlisten
  • Kontoauszüge Ihrer Geschäftskonten der letzten 90 Tage
  • Informationen aus Auskunfteien Dazu gehören Daten von Creditsafe, Creditreform und Schufa. Alle Ihre Daten werden dabei selbstverständlich vertraulich behandelt und nur zu diesem Zweck verwendet.

VAI ist TÜV-zertifiziert und folgt den hohen Datenschutzanforderungen der v5.0 Prüfung. Sie können alle Dokumente in Ihrem VAI Konto digital übermitteln.

Welche Fragen bleiben für Sie offen?

Einkaufsfinanzierung ist für KMUs eine Chance, schnell und unkompliziert finanzielle Durststrecken zu überbrücken. Wenn Ihr Unternehmen im Wachstum ist, Sie im Saisongeschäft sind oder Auftragsarbeit annehmen, ist das besonders interessant. Insgesamt lohnt es sich stets die vorhandenen Alternativen zur Finanzierung zu vergleichen, denn je nach Projekt kann auch ein Kredit, Factoring oder ein Kontokorrent ans Ziel führen. Wenn Sie aber Waren- oder Materialeinkäufe tätigen müssen, die weder Aufschub zulassen noch hohe Zinsen kosten sollen, kann eine Einkaufsfinanzierung eine schnelle, bequeme und günstige Lösung für Sie sein.

Bei welchen Projekten hat Ihnen die Einkaufsfinanzierung weitergeholfen? Erzählen Sie uns von Ihren Erlebnissen in den Kommentaren.

Gibt es ungeklärte Fragen? Schreiben Sie einen Kommentar oder fragen Sie direkt einen unserer Finanzexperten unter +49 30 9599984 20 oder per E-Mail unter info@vaitrade.de

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